Termine

  1. Wie oft muss ich mit meiner Zahnspange / der Zahnspange meines Kindes zur Kontrolle kommen?

    Die Kontrollen der Zahnspangen sollten in regelmäßigen Abständen erfolgen. Herausnehmbare Zahnspangen werden in der Regel alle acht, festsitzende Zahnspangen alle vier Wochen kontrolliert.

    Bitte achten Sie darauf, Ihre Termine einzuhalten. Sollten Sie verhindert sein, geben Sie uns bitte mindestens 24 Stunden vorher Bescheid. Andernfalls behalten wir uns es vor, Ihnen den Aufwand für den ausgefallenen Termin privat in Rechnung zu stellen.

  2. Wie verhalte ich mich, wenn an der Zahnspange etwas kaputt oder locker ist?

    Bei Schmerzen, Beschädigung der Zahnspange oder Lockerung bzw. Verlust von Teilen der Zahnspange sollte unabhängig vom vorhandenen Termin umgehend ein SOS – Termin vereinbart werden.

  3. Warum muss ich / mein Kind vormittags zu Terminen kommen?

    Einige Termine fordern einen höheren Zeitaufwand und können daher nur vormittags vergeben werden. Dazu zählen längere Besprechungstermine, Termine zur Eingliederung und zum Herausnehmen der festen Spange sowie aufwendige Bögenwechsel.

    Sollten Sie ein schulpflichtiges Kind haben, beachten Sie bitte folgende Punkte:

    • Die Vergabe von Vormittagsterminen ist mit dem Bayerischen Kultusministerium abgeklärt und wird von den Schulen akzeptiert
    • Vereinbaren Sie keine Vormittagstermine, wenn Proben oder Schulaufgaben anstehen
    • Für die meisten Termine können Sie ihre Kinder nur anteilig aus dem Unterricht nehmen. Lassen Sie sich zum Beispiel einen 8.00 Uhr Termin geben, liegt die Anfahrtszeit außerhalb der Schulzeit. Sie können Ihr Kind nach dem Besuch bei uns gegen 10.00 Uhr wieder in die Schule bringen. Oder Sie holen Ihr Kind erst nach der großen Pause in der Schule ab und vereinbaren bei uns einen Termin um 10.30 Uhr
    • Wenn von der Schule oder Ihnen gewünscht, stellen wir Ihrem Kind an der Rezeption eine Bestätigung über die Dauer des Termins aus
    • Beim Schulfreistellungsantrag können Sie zum Nachweis des Vormittagstermins das Bestellkärtchen vorlegen. Das erleichtert der Schule die Freigabeentscheidung.

Abrechnung

Gesetzliche Krankenversicherung

  1. Wird die kieferorthopädische Behandlung Ihres Kindes von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen?

    Seit dem 1. Januar 2002 gelten für kieferorthopädische Behandlungen die sogenannten „Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG)“. Hiermit soll sichergestellt werden, dass gesetzliche Krankenkassen nur noch die Kosten für Behandlungen übernehmen, die die Kau-, Abbeiß-, Atmungs- und Sprachfunktion erheblich beeinträchtigen.

    Man unterteilt die Indikationsgruppen in fünf Schweregrade:

    Bei Fehlstellungen 1. und 2. Grades besteht kein Anspruch auf Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse, obwohl oftmals eine Notwendigkeit zur kieferorthopädischen Behandlung gegeben ist. Die Behandlungskosten müssen vom Patienten selbst getragen werden.
    Kosten für die Behandlung der Therapiegrade 3 bis 5 werden bei erfolgreichem Abschluss von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet.

  2. Wie funktioniert die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung?

    Die Kosten werden zunächst zu 80% von Ihrer Krankenkasse übernommen. 20% tragen Sie als sogenannten Eigenanteil selbst. Befindet sich ein Geschwisterkind zeitgleich in Behandlung, sinkt Ihr Eigenanteil auf 10%. Nach erfolgreichem Abschluss wird der Eigenanteil von der Krankenkasse zurück erstattet.

    Während der BehandlungNach erfolgreicher Behandlung
    80 / 90%10 / 20%100%0%
    KrankenkasseElternKrankenkasseEltern

  3. Zahlt die gesetzliche Krankenversicherung auch die Behandlung erwachsener Patienten?

    Seit dem 1. Januar 1993 kommen die gesetzlichen Krankenkassen bei Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung nach Vollendung des 18. Lebensjahres nur in Fällen einer extremen Kieferanomalie für die Kosten auf. Das setzt voraus, dass neben der kieferorthopädischen auch eine kieferchirurgische Behandlung notwendig ist.

  4. Wann erhalte ich die Eigenanteilsrechnungen und wie setzen sie sich zusammen?

    Ihre Eigenanteilsrechnungen erhalten Sie alle drei Monate zum Ende des Quartals. Es werden die Leistungen der jeweiligen vergangenen drei Monate zusammengefasst.
    Die Rechnungen sind in der Regel unterschiedlich hoch, wird zum Beispiel eine herausnehmbare oder festsitzende Zahnspange neu eingesetzt, fallen sie höher aus.

    Bei den auf der Rechnung erscheinenden Abschlagszahlungen („Umformung eines Kiefers“, („Maßnahmen zur Umformung…“, „Einstellung in den Regelbiss“, „Maßnahmen zur Einstellung…“) handelt es sich um die Grundgebühr für Leistungen, die zur Einstellung der Zähne auf den jeweiligen Kiefern bzw. Einstellung der Kiefer zueinander während des gesamten Behandlungszeitraumes notwendig werden. Dafür wird je nach Schwierigkeitsgrad eine Pauschalsumme festgelegt, die auf die ersten zwölf Behandlungsquartale aufgeteilt wird. Daher ist die Höhe der Abschlagszahlungen auf den ersten zwölf Rechnungen immer gleich.

  5. Was kommt bei Ihrem ersten Termin in unserer Praxis auf Sie zu?

    Der erste Termin in unserer Praxis dient der ausführlichen Beratung. Nach Erstellung der Anamnese und klinischer Untersuchung wird die Behandlungsnotwendigkeit durch den Kieferorthopäden festgestellt und die verschiedenen Therapieoptionen erörtert.

    Die Kosten für den ersten Beratungstermin werden von den Krankenkassen erstattet, unabhängig davon, welcher Schweregrad der Behandlungsnotwendigkeit (KIG) festgestellt wird.

  6. Wann erhalte ich die Abschlussbestätigung und wie bekomme ich meine Eigenanteile von der Krankenkasse zurück erstattet?

    Das Ergebnis der aktiven kieferorthopädischen Therapie wird von uns mindestens ein Jahr nachkontrolliert. Nach dieser Retentionsphase wird die Behandlung in einem persönlichen Gespräch offiziell abgeschlossen. Nachdem Sie die letzte Eigenanteilsrechnung, die am Ende des Quartals ausgestellt wird, beglichen haben, senden wir die Abschlussbestätigung direkt an Ihre Krankenkasse.

    Nach Erhalt der Abschlussbestätigung fordert die Krankenkasse Sie in der Regel auf, Ihre Rechnungen einzureichen, um Ihre Eigenanteile zu erstatten. Wichtig: bewahren Sie sämtliche Originalrechnungen, die Sie im Laufe der Behandlung von uns erhalten, auf. Sie dienen als Nachweis über Ihren gezahlten Eigenanteil.

  7. Was muss ich beachten, wenn ich am Lastschriftverfahren teilnehme?

    Falls Sie am Lastschriftverfahren teilnehmen, werden alle Leistungen automatisch von Ihrem Konto abgebucht, dies gilt auch für Rechnungen aus der Vergangenheit. Sie selbst brauchen keine Überweisungen an uns tätigen.

    Die Rechnungen werden zu folgenden Zeitpunkten eingezogen:

    • Ratenvereinbarungen zu Beginn des Monats (Ausnahme: im Januar Mitte des Monats).
    • Quartalsrechnungen Mitte des Monats, frühestens 14 Tage ab Rechnungsdatum
    • Rechnungen für außervertragliche Leistungen 14 Tage nach Rechnungsdatum.

    Im Falle einer Rücklastschrift erheben Banken und Sparkassen eine Bearbeitungsgebühr von 4,50 Euro. Der fällige Betrag wird 14 Tage später von Ihrem Konto abgebucht.

  8. Was ist zu beachten, wenn ich mich für Überweisung als Zahlungsmethode entschieden habe?

    Falls Sie die Rechnungsbeträge überweisen wollen, geben Sie bitte immer die Rechnungsnummer und unser Zeichen an. Überweisungen für Geschwisterkinder müssen separat getätigt werden. Sie müssen nur den Versichertenanteil überweisen. Das Zahlungsziel beträgt sieben Tage.

  9. Was versteht man unter „außervertraglichen Leistungen (AVL)“?

    Die gesetzlichen Krankenkassen haben vom Gesetzgeber klare Vorgaben, welche kieferorthopädischen Leistungen unter welchen Voraussetzungen von ihnen bezahlt werden dürfen. Diese Leistungen müssen laut Wirtschaftlichkeitsgebot ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Oftmals weichen sie jedoch vom heutigen Stand der Medizin ab.

    Wir bieten Ihnen als freiwillige Alternative zu den Kassenleistungen Materialien und Methoden nach neuesten medizinischen Standards, die eine schonendere, komfortable und ästhetisch ansprechendere Behandlung ermöglichen. Diese Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Gerne ermöglichen wir Ihnen eine zinslose Ratenzahlung.

  10. Muss ich meine Krankenversicherungskarte bei jedem Termin mitbringen und was passiert, wenn ich sie vergesse?

    Ihre Versicherungskarte muss von uns einmal im Quartal eingelesen werden. Sollten Sie sie einmal vergessen, werden Sie automatisch schriftlich von uns benachrichtigt. Die Karte ist innerhalb einer Frist von 10 Tagen nachzureichen. Sollte dies nicht geschehen, erhalten Sie eine Privatrechnung über die erbrachten Leistungen. Die Rechnung kann bei Nachreichen der Versicherungskarte storniert werden. So wird die Abrechnung der Leistungen über die Krankenkasse sichergestellt.

Private Krankenversicherung

  1. Wird die kieferorthopädische Behandlung komplett von der Privaten Krankenversicherung / staatlichen Beihilfe übernommen?

    Die Kostenübernahme der privaten Versicherer hängt von den Verträgen bzw. Tarifen ab, die Sie mit Ihrer Versicherung vereinbart haben. Wenn Sie zusätzlich über die Beihilfe versichert sind, auch von den Beihilferichtlinien. Generell werden Behandlungen, bei denen eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, von der privaten Krankenversicherung / Beihilfe erstattet.

    Sie erhalten vorab von uns einen kieferorthopädischen Behandlungsplan, mit dem Sie mit Ihrer Versicherung und ggf. Beihilfe abklären können, in welchem Umfang die Leistungen übernommen werden.

  2. Wie sollten Sie sich im Falle einer Kürzung oder Nichterstattung verhalten?

    Wird eine Berechnung als „nicht erstattungsfähig“ oder „nicht beihilfefähig“ bezeichnet und daher nicht erstattet, haben Sie als Patient die Möglichkeit, die Rechtmäßigkeit dieser Behauptung zu prüfen.

    In Zweifelsfällen halten Sie bitte zuerst persönliche Rücksprache mit uns. Wir können Ihnen weitere Informationen zur Verfügung stellen, die Ihre Versicherung dazu veranlassen könnte, das Erstattungsverhalten noch einmal zu überdenken. Jedoch haben wir auf das Erstattungsverhalten der Versicherungen, das individuell in den einzelnen Verträgen individuell begründet ist, keinen Einfluss. Daher handelt es sich lediglich um einen Versuch.

    Wichtig: bitte zahlen Sie die Differenzbeträge bis zur Klärung an uns. Die Rückzahlungen, die Sie im Rahmen Ihrer Versicherung erhalten, stehen in keinem Zusammenhang mit Zeitpunkt und Höhe Ihrer Rechnungszahlungen an uns.

Österreichische Krankenkassen / „Krankenkassen-Zahnspange“

  1. Wird die kieferorthopädische Behandlung Ihres Kindes von der Krankenkasse übernommen?

    Seit dem 1. Juli 2015 gelten neue Richtlinien zur Erstattung einer kieferorthopädischen Behandlung durch die österreichischen Krankenkassen. Anhand des „Index of Orthodontic Treatment Needs“, kurz IOTN wird der Schweregrad der Fehlstellung in fünf Schweregrade unterteilt.

    Bei Fehlstellungen Grad IOTN 1-3 liegt es im Ermessen der Krankenkassen, ob diese den bisher üblichen Zuschuss (ca. € 310,- pro Behandlungsjahr) auch weiterhin gewähren.
    Fehlstellungen mit IOTN Grad 4 und 5 werden von den Krankenkassen im Rahmen der sogenannten „Krankenkassen-Zahnspange“, oft auch als „Gratis-Zahnspange“ bezeichnet, bezuschusst.

  2. Wie funktioniert die Kostenerstattung durch die Krankenkasse?

    Der Gesamtbetrag unseres kieferorthopädischen Behandlungsplans wird auf drei sogenannte Abschlagszahlungen (Honorarnote) während der drei vorhergesehenen Behandlungsjahre aufgeteilt. Das heißt, Sie erhalten einmal pro Jahr von uns eine Rechnung, für die jeweils ein neuer Antrag bei Ihrer Krankenkasse auf Erstattung zu stellen ist.

    Von den Krankenkassen wird in der Regel die erste Rechnung zu 55 Prozent, die zweite zu 25 Prozent und die Rechnung im dritten Jahr zu 30 Prozent erstattet. Dementsprechend werden die Rechnungsbeträge von uns angepasst. Das bedeutet, dass Sie für die Rechnung mit dem höchsten Betrag auch die höchste Erstattung bekommen.

    Zur genaueren Information wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse, da die Erstattungsrichtlinien der Krankenkassen variieren.

  3. Warum wird nicht der gesamte Betrag für die Kosten der Behandlung von der Krankenkasse übernommen?

    Für Patienten aus Österreich gelten wir als Wahlkieferorthopäden. Die Kostenerstattung erfolgt in Höhe von 80 Prozent des Betrags, den die Kasse bei Inanspruchnahme eines Vertragszahnarztes bzw. Vertragskieferorthopäden (Erstattung 100 Prozent) für dieselbe Leistung aufwenden hätte müssen.

Behandlung

Herausnehmbare Zahnspange

  1. Können durch die herausnehmbare Zahnspange Schmerzen auftreten?

    Nach dem ersten Einsetzen oder Nachstellen der Spange können die Zähne während der ersten Tage etwas druckempfindlich sein. Gegebenenfalls kann für ein paar Tage auf weichere Kost umgestellt werden. Sollte die Druckempfindlichkeit nicht abklingen oder Schmerzen am Zahnfleisch auftreten, sollte ein SOS – Termin vereinbart werden.

  2. Welche Tragezeit sollte mit einer herausnehmbaren Zahnspange eingehalten werden?

    Herausnehmbare Zahnspangen sollten täglich 14-16 Stunden, also jede Nacht und so viel wie möglich nachmittags getragen werden. In der Schule und beim Sport sollten sie weggelassen werden. Je mehr die herausnehmbare Apparatur getragen wird, desto schneller stellt sich das gewünschte Ergebnis ein.

  3. Wie gehe ich vor, wenn ich an meiner / der Spange meines Kindes schrauben soll?

    Geschraubt werden sollte nur nach genauer Anweisung durch den Kieferorthopäden. In der Regel sollte das Schrauben einmal pro Woche, an einem festen Tag, erfolgen. Selbstständiges Zurückdrehen der Schrauben sollte unterlassen werden. Wenn geschraubt wird, ist das Tragen der Spange am Nachmittag unerlässlich.

  4. Wie gehe ich vor, wenn die Zahnspange oder Teile davon gebrochen sind?

    siehe SOS

Festsitzende Zahnspange

  1. Können durch die festsitzende Zahnspange Schmerzen auftreten?

    Nach dem Einsetzen benötigt die Mundschleimhaut ungefähr eine Woche um sich an die festsitzende Apparatur zu gewöhnen. Während dieser Zeit können Druckstellen an der Schleimhaut auftreten. In diesem Fall können die störenden Teile der Zahnspange mit Schutzwachs abgedeckt werden.

    Wird ein neuer Bogen eingesetzt, können die Zähne während der ersten Tage druckempfindlich sein. Für diese Zeit kann auf weichere Kost umgestellt werden. Gegebenenfalls kann auch eine halbe Schmerztablette eingenommen werden. Tritt keine Besserung ein, vereinbaren Sie bitte einen SOS-Termin.

  2. Was muss ich bei der Ernährung mit der festen Spange beachten?

    Harte Speisen, wie zum Beispiel Nüsse, Brotrinde, Karotten oder Äpfel sollten in kleine Stücke geschnitten und vorsichtig gekaut werden. Auf stark klebrige Speisen wie Karamellbonbons und Kaugummi sollte wenn möglich verzichtet werden.

  3. Schadet eine festsitzende Apparatur der Zahnsubstanz?

    Werden die Zähne während der Behandlung mit der festen Zahnspange zuverlässig und gründlich geputzt, entstehen keinerlei Schäden wie zum Beispiel Karies an den Zähnen. Die richtige Zahnputztechnik und notwendige Hilfsmittel werden Ihnen / Ihrem Kind direkt nach dem Einsetzen der festen Spange ausführlich erklärt und gezeigt.

    Wir bieten Ihnen außerdem die Möglichkeit, den Zahnschmelz vor dem Einsetzen der festen Zahnspange mit einem speziellen Schutzlack versiegeln und beim Wechsel der Bögen eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen.

  4. Was ist der Unterschied zur Versiegelung beim Hauszahnarzt?

    Der Hauszahnarzt versiegelt in der Regel die Zahnfissuren, also die kleinen Rillen und Vertiefungen auf der Kaufläche der großen Backenzähne, die mit der Zahnbürste schwierig sauber zu halten sind. Diese Kauflächenversiegelung wird ab einem Alter von 6 Jahren von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

    Bei der Glattflächenversiegelung, wie sie bei uns durchgeführt wird, werden die Bereiche um das Bracket versiegelt, die während der Behandlung mit der festen Zahnspange schwer zugänglich sind. Es erfolgt keine Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen. Die Fissurenversiegelung beim Hauszahnarzt ist oftmals zusätzlich sinnvoll.

  5. Ist die Durchführung regelmäßiger Professioneller Zahnreinigungen (PZR) sinnvoll?

    Die Professionelle Zahnreinigung wird während der Behandlung mit der festsitzenden Apparatur in regelmäßigen Abständen ohne eingesetzten Bogen mit speziellen rotierenden Instrumenten, Ultraschall und Polierpasten durchgeführt. Außerdem werden die Zahnzwischenräume gereinigt und gegebenenfalls Zahnstein entfernt. Die professionelle Zahnreinigung ist eine sinnvolle Ergänzung zur täglichen häuslichen Mundhygiene.

  6. Was muss ich beachten, wenn ich / mein Kind Gummizüge einhängen muss?

    Gummizüge dienen der Feineinstellung von Ober- und Unterkiefer oder der Zähne zueinander. Sie sollten nur nach genauer Anweisung durch den Kieferorthopäden eingehängt werden. Die Tragezeit der Gummizüge beträgt 24 Stunden, sie müssen also den ganzen Tag, auch in der Schule, und die ganze Nacht getragen werden. Zum essen und Zähne putzen dürfen sie kurzzeitig herausgenommen werden. Ungenügend getragene Gummizüge verlängern die Behandlungsdauer.

    Werden die Gummizüge neu eingehängt, kann sich in der ersten Zeit ein „Muskelkater“ einstellen, der aber nach kurzer Zeit vollständig abklingt, sodass die Gummizüge fast gar nicht mehr bemerkt werden. Wichtig ist, die Gummizüge trotz des „Muskelkaters“ durchgehend einzuhängen, da sonst das Spannungsgefühl immer wieder von neuem auftritt.

  7. Wofür sind die (blauen) Aufbisse gut?

    In der Anfangsphase der Behandlung sind oft so genannte Aufbisse notwendig. Sie werden meist entweder auf den ersten großen Backenzähnen oder mittleren Schneidezähnen platziert und vermeiden ein direktes Aufbeißen auf die Brackets oder den Bogen und damit eine Beschädigung der Zahnspange durch die Kaukräfte. Der Kontakt auf nur zwei Punkten kann anfangs ein wenig ungewohnt sein, nach kurzer Zeit sind die Aufbisse aber kaum noch spürbar.

  8. Warum wird ein Gaumenbogen benötigt?

    Der Gaumenbogen stabilisiert die großen Backenzähne im Oberkiefer. Er wird mit der festsitzenden Zahnspange oder nach Gaumennahterweiterung eingesetzt und verbleibt meist während der gesamten Behandlungszeit mit der festen Spange im Mund. Der Gaumenbogen kann anfangs ein wenig ungewohnt sein, eventuell entsteht auf der Zunge eine Druckstelle. Nach kurzer Eingewöhnung ist der der Gaumenbogen aber kaum noch spürbar.

  9. Wie gehe ich bei folgendem Notfall vor?

    • Schmerzen
    • Brackets reiben
    • Bogen sticht
    • Bogen aus Bracket
    • Bracket lose
    • Band lose
    • Bogen gebrochen
    • Aufbiss lose
    • Gaumenbogen gebrochen
    • Gummikette gerissen
    • Häkchen für Gummizüge abgebrochen

  10. Wie lange ist die Behandlungsdauer mit einer festsitzenden Zahnspange?

    Man rechnet mit einer Behandlungsdauer von ca. 1,5 – 2 Jahren, abhängig vom Grad der Fehlstellung und der Bereitschaft zur Mitarbeit des Patienten.
    Sie können den Verlauf der Behandlung positiv beeinflussen, indem Termine regelmäßig eingehalten, herausnehmbare Spangen oder Gummizüge genau nach Anweisung getragen werden und die häusliche Mundhygiene intensiviert wird.

Weitere Fragen?

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